Full text: Volume (Jg. 12 (1847))

289

als genügende Tradition der streitigen Parzele ange-
nommen, wären die Rechtsgrundsätze verletzt, daß eine
Sache, die mit einer andern in Verbindung gesetzt, als
deren Pertinenz anzusehen, daß Pertknenzen an den
Rechten der Hauptsache Lhekl nehmen, daß, wer den
Besitz der Hauptsache ergreife, auch die Pertkncnzien kn
Besitz genommen habe und daß die Willenserklärung dcS
bisherigen Besitzers, die Sache für einen Andern in
Gewahrsam halten zu wollen, als rechtsgültige Tradition
anzusehcn. Denn 'wenn auch dafür auf das Allg. Land,
recht Thl. I. Tit.' 2: §§. 42 'ff. 105. und Tit. 7.
§§. 52, 71. und die Verordnung vom Jahre 1833
§. 4. No. 1. Bezug genommen wird,, so ergeben doch
die Entschcidungsgrnnde, daß der vorige Richter! jeden,
falls die an Imploranten erfolgte.Traditio», wie sie
von ihnen behauptet, worden, anderer Umstände halber
für wirkungslos erklärt, hat. Auf diese letztem kann'
es also nur ankommen. ■.
3. Dann wird Verletzung einer wesentlichen Prozeß,
Vorschrift nach §. 4. No. 2. und §. 5. No. 10d. 1. c,'
behauptet, weil der vorige Richter gegen den Inhalt der-
Klagebeantwortung und den Inhalt zweier.Zeugenaussagen
angenommen, daß Imploranten hätten wissen müssen, -
daß keine Tradition, welche nach §,..71. keine reelle zu
sein brauche, an sie erfolgt sei und nicht habe erfolgen
können, die Eiutragnng also als dolose erwirkt, unwirk,
sam sei. Auf die, jene Wissenschaft äbläugnende Klage,
beantwortung ist ganz sinnlos Bezug genommen, da aus
derselben kein der Erklärung der Imploranten wider,

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer