Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 12 (1847))

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hierbei die Fassung, kn welcher jene Verweisung geschehen
ist, wohl zu beachten; es ist hier keine Prozeßvqrschrift
saiiktjoiikrt; es ist nicht gesagt,-daß der Verklagte sein
Verfahren -nach den in dem Titel 32. gegebenen Vor,
schriften jedenfalls rinzurichten habe, sondern es ist nur
historisch und regkstermä-ßig angedeutct worden,
wo- die intendirten besonder» Vorschriften für das Brr,
fahren im Fragefall zu finden seien. An<diesem Orte
aber, so wie sonst, finden sie Ich-nicht,; «(fo ,fittb
sie vergessen. Dieses Uebersehen (welches kn.ähnlicher
Weife kn ,den Rechtsbüchern : mehrmals vorkommt,) , ist
umsomehr anzunehmrn, da -das eorpus juris k^riäe-
rieian! eine spezielle Vorschrift für den Fragefall
enthielt; dasselbe ist um so leichter erklärlich, da daS
eorpus juris kriäerician! jene Vorschrift kn seinem
Titel vyn der Litis «Reassumtion enthielt, die Redaktoren
der Allg. Gerichtsordnung aber in diesem Titel -sich -
nicht darüber aussprechen wollten,- und ,bei der, Redak,
tion des Titels über - den Diffamations «Prozeß Jtt ibem
entsprechenden Titel des corpus juris Kriklerioisoi,
welcher ihnen-wieder zur-Grundlage diente, keine.Andeu«
tung auf den Fragefall finden. .
Ist dies richtig, so schwinden alle Schwierigkeiten,
welche seither durch die vermeintliche Nothwendigkejt
eines besondern -und namentlich -eines -nach den Vor«
schriften- über den Diffamatioris.Prozeß eknzurkchtenden
Verfahrens erwachsen-- sind. Die Sache gestaltet.-sich
dann.ganz einfach so: 1 . -
Beim Widerspruche .des.Verklagte« gegen den Repo,
sitions«Antrag ist, der Prozeß ia suspensy,. noch nicht

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