Full text: Volume (Jg. 12 (1847))

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schlagenden gesetzlidhen Bestimmungen über Benutzung
des Eigenthums, insbesondere über Benutzung.der Pri-
vatflüsse das Widerspruchsrecht des Klägers und seiner
Erben gegen die streitige Anlage nicht begründen. Denn
das Gesetz gibt dem Besitzer des an einem fließenden
Gewässer belegenen untern. Grundstücks keinen Vorzug
auf Kosten des.obern Besitzers. Beide wollen hier ihre
Wiese bewässern. Wenn nun Wasser und Zeit wirklich
nicht für beide zurWiesenbewasserung hinreichen sollten,
so würde gesetzlich das gleiche Recht und die günstigere
Lage des obern Besitzers, zu welchem das Wasser frü-
her kommt, und der mithin früher zum Gebrauche des-
selben berechtigt wkrd^ den ^ Ausschlag geben. §. 94.
Einlrit. zum A. L. R.

' 'Daß "des Verklagten Wiese nicht unmittelbar an
den 'Bach' gränzt, ist'hierbei gleichgültig. Cie besteht
au^ Trennstücken der zu G—'s Kolonäte - gehörigen,
' an den BachgräNzeNden Gründe. Der G -. hatte
als Unmittelbarer Üsernachbar das Recht/ nicht'allein
die noch ' iit seinem Besitze befindlichen' Ländereien' aus
dem'Bache zu wässern, sondern auch "die' abgetretenen,
damit'^zusammenhängenden Parzelen noch selbst zur
Wies« zu aptiren und ebenfalls zu wässern, 'tzr
konnte daherr auch.,. wse.. geschehen, ..dieses.Recht an den
. .Berkla.gtfq..H,7-7.... ahtxst^n. . ..Nur.Ferfieht es. sich von
.selbst,, daß. H —.. .seinerseits dies Wassernutzungsrekht
nur für die. von G—.. erworbene^ .noch zur, Userländcrei
zu rechnende. Wiese. nicht..für seine... an .diese., anstoßenden
Übrige^ .Gruudslücke. auszuübcn hat. ]

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