Volltext: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 12 (1847))

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ii. •
Das Mg. Landrecht bestimmt, Thl. I. Tit. 9.
§. 270., daß, soweit die in einem Flusse entstehenden
Inseln den benachbarten Uferbesttzern gehören, ihnen
auch das vom Wasser verlassene Flußbette gehört. Es
bedingt zwar Thl. I.Tit. 9. §. 246. zur Erlangung
des Ekgenthums der im Prkvatflusse entstehenden Inseln
noch erst die Okkupation. Allein durch letztere Bestim-
mungen hat nur die Kontroverse der alten Rechtsgelehr-
ten über die Regalität resp. das Okkupationsrecht bei
Inseln entschieden werden-sollen, ohne daß hierdurch'die'
Ansicht hat umgestoßen werden sollen, daß ba$- Flußbett
als bloße Fortsetzung der Ufer nicht auch Eigenthum
der Uferbesitzcr sei. Es spricht ferner THU'II.' Tit.'15'.
Z. 39. von Eigcnthnmern bei Privatflüssen, allein es' ist
hierdurch nicht die ganze Wassermaffe für ein' gemein-
schaftliches Eigenthum erklärt. Es ist also wohl richtiger,
jeden Uferbesitzer, soweit' fein- Ufer reicht, zur freien
Benutzung des Wassers für berechtigt zu halten, inso-
fern nicht besondere Beschränkungen vorgeschriebe«, sind •
3h dem Allg. Landrechte finden wir' demzufolge auch'
keine entgenstehende Theorie, sondern'es'begnügt sich>
bestimmte Einschränkungen hervvrzuhcben.
Es bestimmt demnach Thl. 1. Tit. 8. §: 99::
Auch in Privakflüssen darf zum Nachlheil der Nach/'
barn und Uferbesitzer durch Hemmung des Ablaufs'
Nichts unternommen oder verändert werden.
§. 100.:
Vielmehr ist der Regel nach ein Jeder die über sein
Eigenthum gehenden - Gräben und Kanäle , wodurch

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