Full text: Volume (Jg. 12 (1847))

— 111

desgleichen diejenige gegen eine, durch gerichtliche Abfor-
derung bewirkte Ablieferung einer retinirten Sache,,
A. L. N. Thl. 1. Tit.,20. §§. 563—565.
und diejenige gegen fortgesetzte Besitzhandlungen eines
Anderil kommen darin, überein, daß sie nicht etwa schwe-
bende Handlungen vereiteln und abwehren wollen, daß
sie vielmehr, indem sie deren Ausübung als eine vollen-
dete Thatsache zugeben müssen, nur darauf Bedacht
nehmen, die rechtlichen Folgen zu unterbrechen.
Tie Protestation gegen die Fortsetzung des Besitzes,
von der wir hier zu handeln haben, beabsichtigt, den
künftigen Besitzhandlungcn die zur Bollendung der Usu-
kapion führende Wirkung zu nehmen. Tie allgemeinen
Wirkungen des Besitzes, nämlich die aus der faktischen
Ausübung des Eigemhums an Sachen oder Rechten
entspringenden Vermuthungen und Schutzrechte, kann die
Protestatio» an und für sich nicht mehr aufhebcn,- sie
kann das Recht des Besitzes nicht, wohl aber das Recht
zum Besitz in Frage stellen, und alterire«.
Tics wird dadurch bewerkstelligt, daß der Besitzer
vermittelst der Protestation in bösen Glauben versetzt
wird. Es geht daraus hervor, einmal, .daß die Prote-
station sich als Anmeldung (Nunciation) der Klage über
das eigentliche Recht des Protcstirenden, der Petitorie»«
klage, sei es die actio confessoria oder negatoria,
darstcllt, wahrend die Prohibition eine außergerichtliche
oder gerichtliche Nunciation des Besitzstreites, wenigstens
eine Verthcldigung gegen Anmaaßungen des Besitzes ist.'
zum Andern aber, daß der Erfolg der Protestation
gegen das..Recht zum Besitze von dem bessern Rechte

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer