Full text: Volume (Jg. 12 (1847))

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Damit also- der Besitzergreifung cntgegeugcwkrkt
werde, ist es Sache des Besitzers der Sache oder seiner
Stellvertreter, sofort bei erlangter Kenntniß von der
Ausübung des Rechtes zu widersprechen.
2. Durch betrüglich veraiilaßte Duldungen.
A. L. SB. Thl. I Tit, 7. §. 97.
3. Durch bloß precario ausgeübte Handlungen.
A. L. R. Thl. I. Tit. 7. §. 106.
Wo aber eine Verstattung ans bloßer Freundschaft
und Gefälligkeit nicht erhellt,
A. L. R. Thl. l. Tit. 7. § 106
da streitet gegen den, welcher sich Etwas gefallen läßt,
was ihm nachtheilig ist oder zur Einschränkung seiner
Rechte gereicht, die Vermuthung, daß bei einer solchen
Duldung die Meinung einer vorhergehenden Verpflich-
tung- zum Grunde liege.
A. L. R. Thl. I. Tit. 7. §. 107-
Um diese allgemeine Vermuthung wieder zu heben,
ist das wirksamste Mittel gerade die Prohibition.
A. L. R. Thl. I. Tit 7. §. 108.
Wenn nun also die betreffende Handlung nicht
clam, fraudulenter oder precario, sondern in der
ausgesprochenen oder sonst an den Tag gelegten Mei-
nung von der Zuständigkeit eines fortdauernden, das
gegenseitige Eigcnthum einschränkenden Rechtes ausgeübt
wird, so bedarf es nothwendig der Prohibition, zur Ver-
hinderung der Besitzergreifung. Hierbei ist nun zweier-
lei in Betracht zu ziehen:

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