Full text: Volume (Jg. 9 (1844))

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System des roiit. Rechts Bd. 5 S. 342. fr. 18.
§. 1. D. (le constit, pec. 13, 5.
c. Im Allgemeinen muß nun auch hiernach behaup-
tet werden, daß eine Urkunde, worin blos eine
Verpflichtung aus einem zweiseitigen Geschäft
einseitig anerkannt wird (in sofern nicht der
Fall oben ad a. d. vorliegt und also consti-
tuendo alle Essenti allen angegeben sind),
dem andern Thcile ein Klagcrccht nicht gewähre,
und daß sie den Mangel eines schriftlichen Ver-
trages Uicht ersetzen könne.
Demnach kann auch eine solche Urkunde unter Um-
stande» als schriftlicher Kontrakt gelten, dann uämlich,
wenn die Erfüllung von Seiten des Andern
bereits bei oder vor ") Ausstellung dersel-
ben erfolgt ist.

Auf diese ist daher zurückzuzehen und diese ursprüngliche
Forderung ist zum Rechtsgrunde der Klage zu machen.
(A. L. R. Thl. l. Tit. ll. §. 86fi. Vergl. Rechtssprüche
Bd. 2. S. 75 sr|q.) Die scheinbare Antinomie zwischen
Thl. I. Tit. 8. §. 57 u. Thl. II Tit. 2. §. 137 de»
A. L. R. verschwindet, wenn man erwägt, daß durch ein
in bestimmter Form abgegebenes Anerkenntniß
erlangt werden soll, waS ohne diese nur durch ei-
nen vcllständigcn Vertrag zu bewirken ist.
ii) eZenn die ursprüngliche Verhandlung, die Lieferung von
der einen Seite und die Ausstellung der Verschreibung
von der ankern, auch in der Zeit gänzlich auScinander-
liegen, so ist dennoch. die letztere auch als bloße» pa«s
tum geminatum (und ohne ausdrückliche Bezugnahme
IX. Jahrg. 4s Hcfc. 40

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