Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 9 (1844))

gut oder lchlecht es ging, unterschreiben, bemerkte dann,
daß mir die Kunde des Schreibens und Lesens auf
Seiten des Komparenten zweifelhaft geblieben und ver-
fuhr nun, wie ich seitdem mehrmals gcthan, eventua-
liter nach Anh. - §. 5.

§. 10.
Tie Absicht der Cirkular-Verordnung vom 30. Tcz.
1791 ist in dem Reskripte vom 21. Febr. 1799 (stehe
Gr äff rc Ergänz, des Allg. Landr. 1. S. 143) da-
hin angegeben:
„Bei Abfassung des Cirkulars ist beabsichtigt wor-
den, die vielen Distinktionen und den Misbrauch abzu-
schaffen, wornach seither am Schluffe der Verhandlung
ein Auskultator oder ein Kanzleiverwandter herzugc-
rufen ward, der iri fidem praelectionis das aufj
genommene Protokoll unterschrieb, ohne weiter von der
Sache Notiz zu nehmen. Gemeinen Leuten sind auch
Prozesse unter 50 Thalrrn sehr wichtig, und sobald sie
schreibensunerfahren sind, muß dafür gesorgt werden,
daß sie nicht durch einen nicht vorsichtig genug zu
Werke gehenden Tcputirtcn übereilt und unrecht verstan-
den werden. Dieses ist hier die Hauptsache."
Aus dieser Aeußerung hat man zweierlei hcrleite»
wollen: die Nothwendigkeit erstlich der Wahl des glaub-
haften Mannes durch die schreibensunerfahrene Parthei
selbst; zweitens der Anwesenheit des glaubhaften Man-
nes bei der ganzen Verhandlung oder doch wenigstens
bei der Vorlesung des Protokolles und der Erklärung der
Parthei über dessen Genehmigung.

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