Full text: Volume (Jg. 9 (1844))

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Grunde lag. Eben so unterscheidet sich aber auch so-
wohl das Geständniß im eigentlichen Sinne, als die in
einem instrumento in6isoreto enthaltene bloße An-
gabe einer Schuld von einem Anerkenntnisse im Sinne
-es A. L. 91. (cf. N. Archiv VIII. S. 470 — 472).
Denn das erstere und die zweite setzen schon vergangene
Thatsachen als Grund einer gegenwärtigen Verbindlich-
keit voraus.
Const. 13. C. de non numerat, pecum, 4* 30:
— Generaliter sancimus, ut si quid scriptis
cautum fuerit pro quibuscumque pecuniis ex
antecedente causa descendentibus,
eamque causam specialiter promissor edixerit»
non jam licentia ei sit causae probationem
exigere, cum suis confessionibus acquiescere
debeat.
wogegen das Anerkenntniß als «euer Grund einer Ver-
bindlichkeit gedacht wird (A- L. R- Thl. I. Tit. 5.
§§. 37, 38, 185 —192. Tit. 9. §. 561).
Zu einem gültigen Geständnisse erfordern die Lehrer
des gemeinen Prozesses weiter, daß es frei und ernst-
lich, d. i. in der Absicht, dadurch etwas Jedem als
Wahrheit kund zu thun oder doch dem Gegner etwas
einzuräumen, gegeben worden. Hieraus wird insbeson,
dere ein Vorzug des gerichtlichen vor dein außergericht-
lichen Geständnisse gefolgert (Grolman a. a. O-
§. 82«. — Martin a. a. O. §. 123». u. Notel,
auch §. 171, — Linde a. a. O. $. 229 und be-

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