Full text: Volume (Jg. 9 (1844))

den sich hieraus noch Kontroversen über die bäuerlichen
Uebertragsverträge entwickeln.
Nr. 28. (S. 244.) Durch das ostpreußische Pro-
vinzialrccht sind die in Ansehung der Kosten zum Ban
und zur Unterhaltung der Kirchengebäude bestehenden
Observanzen nicht aufgehoben.
Nr. 29. (S. 257.). I. Nach gemeinem Recht ist bei
der Klageverjährung, namentlich hinsichts solcher An-
sprüche, die auf eine Zahlung oder Leistung gerichtet
sind, guter Glaube nicht erforderlich. II. In Fallen,
wo die Klageverjährung durch Nichtgebrauch schon vor
Publikation des Allg. Landrcchts vollendet ist, kann auf
die Vorschriften desselben Thl. I. Tit. 9. §§. 568, 568
nicht zurückgegangen werden. — Cap. 5. 20 X. de
praescript. sind hier mit Recht aus den Besitz fremder
Sachen beschränkt worden, sehr merkwürdig aber, daß
(S. 269) nicht einmal eine, »ach §. 4. Publ.-Pat. vom
5. Febr. 1794 resp. §. 4. Publ. »Pat. vom 9. Sept.
1814 die Anwendung der landrechtlichen Vorschriften
rechtfertigende Dunkelheit der gemeinrechtlichen Bestim-
"Mungen angenommen worden. —
Nr. 30- (S. 270.) 1. Jedem Einzelnen von meh-
reren Miterben steht, während der Fortdauer ihrer,.Ge-
meinschaft, ein bestimmter verhältnißmäßiger Antheil an
jedem einzelnen Nachlaßstücke, als sein besonderes Eigen-
thum nicht zu. U. Tie Gläubiger eines Miterben kön,
den daher im Wege der Erekution auch nicht auf die
Veräußerung seines Erbantheils, sondern nur auf die
Ermächtigung antragen, ihrerseits die gerichtliche Erb-
sonderung unter den Miterben zu dem Zwecke nachzu,
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