Full text: Volume (Jg. 9 (1844))

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mir Grundsätze über das Miteigcnthum abgehandelt
werden.
8. Großes Gewicht legen die Gegner auf §. 117..
Thl. I Tit. 17, welcher bestimmt:
„Jeder Erbe, dessen Antheil nicht in sich selbst, son,
dern nur im Verhältnisse gegen das Ganze bestimmt
ist, kann auf die Theilung antragen "
Aus dieser Bestimmung wird hergelektet, daß der
Miterbe vor getheilter Erbschaft nur an der ganzen Erb,
schüft, als einer universitas juris, zu einer Quote
berechtigt sei, und daß er nur durch einen Antrag auf
Theilung ein Derfügungsrecht über die einzelnen Nach-
laßstücke erlangen könne; davon enthält nun aber der
Paragraph kein Wort, und bei dem ganzen Raisonne-
ment wird das Wesen der Gemeinschaft und das Wesen
der Theilung völlig verkannt. Man gebe uns einmal
zu, daß die Miterben vor getheilter Erbschaft an den
einzelnen Nachlaßstücken zu idealen Anthcilen berechtigt
seien, so wird man doch nicht leugnen können, daß dleS
Berhältniß eine communio ist, und gerade eine eom-
mnnio, wie sie der erste Abschnitt des 17ten Titels
immer vor Augen hat, und man wird einräumen müs,
sen, daß auch bei einer solchen communio erst die
Theilung ergeben kann, welche Sachen dem einzelnen
Miterben zum ausschließlichen Eigenthum zufallen, an-
dererseits aber liegt in Feststellung der Quoten keine
Theilung, sondern die Theilung setzt voraus, daß die
Quoten feststehen, und hat den Zweck, die idealen An-
theile in reale zu verwandeln. Derjenige, welchem von

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