Full text: Volume (Jg. 9 (1844))

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Masse B., über welche i» einem judicio verhandelt
wird, zu '/3 bcthciligt ist, sagen, X. ist bei der Masse
A t ß. jU y.j bekheiligt, keineswegs aber bei der Masse
\ zu ‘/3 und bei der Masse B. zu V,. Vielleicht
mehr als die Willkühr des Tbcilungsrichters hat der.
Umstand irre geleitet, daß nach Römischem Rechte no-
mina hereditaria ipso jure unter die Miterben ge,
thcilt sind, indem man aus dieser ausdrücklichen Bestim-
mung für die nomina den Schluß gemacht zu haben
scheint, daß es sich bei den in der Erbschaft begriffenen
dingliche» Rechten wohl anders verhalten müsse. Bei
diesem Schlüsse hat man aber weder die Quellen ge«
hört, noch die Eigenthnmlichkcit der Obligation richtig
,'n's Auge gefaßt, noch endlich das Wescu der Theilung
sich klar gemacht. Zu welcher Quote der Miterbe an
der einzelnen Sache betheiligt sei, sagt» die Gegner- dies
solle erst die Theilung ergeben. Um ideale Theile fest-
zustellen, dazu bedarf es aber einer Theilung nicht, noch
wird durch eine solche Feststellung die Gemeinschaft auf-
gehoben, was doch der offenbare Zweck der Theilung
ist, denn durch die Theilung sollen ja gerade die idealen
Antheile in reale verwandelt werden. Tie bisherige Ge-
meinschaft soll aufgehoben und von der gemeinschastlichen
Masse einem jeden Interessenten ein bestimmter Theil
als ausschließliches Eigenthum angewiesen werden. Faßt
man so das Wesen der Theilung auf, so ergibt sich die
Unterscheidung der Obligationen und dinglichen Rechte
ganz von selbst; Bei den Obligationen lassen sich reale
und ideale Anthrlle nicht unterscheiden; die idealen An-
theile sind zugleich reale und darum sind nach Römi-

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