Full text: Volume (Jg. 9 (1844))

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fein Ministerium eröffnete; der dritte, vom Präsidenten
Kaupisch vorgeschlagen, dem gelehrten Minister der
deutscher Einheit bei Fürsten und Völkern zu wecken —
muß nicht die Kraft, mit der Er jede unbegründete
Anmaaßung, im Innern, wie von Außen her, zurückzu-
weisen, und deS preußischen und deutschen Namen- Ehre
von allen Seiten hin geltend zu machen versteht —
muß nicht, meine ich, dies. Alles unsere Brust mit der
innigsten Liebe und Verehrung für unfern herrlichen
König, zugleich aber auch mit dem unerschütterlichsten
Vertrauen in unsers preußischen — unser- deutschen
Vaterlandes Zukunft erfüllen? —"
„Wie sollten unter solchen Verhältnissen bei dem,
waS uns zunächst berührt, wir zagen und zweifeln, daß
Seiner Weisheit, Seinem Scharfblick, verbunden mit so
hochherziger Liebe zu Seinrm Volke, e- gelingen werde,
den Rechts-Institutionen unsers Vaterlandes eine solche
Entwickelung zu geben, wie sie dem wirklichen Bedürf-
niß, dem wahren Wohle und der Bildungsstufe deS Vol-
ke- am angemessensten ist — unbeirrt von hohlen Theo,
rieen und von beschränkter Anmaaßung, die nicht- Bes-
sere- kennt, als waS sie besitzt/*
„Möge Sein Auge aber auch un- stet- bereit fin
den, in Seinem Geiste, in Seinem Sinne die Gesetze
mit gewissenhafter Gründlichkeit, Unpartheilichkeit und
Schnelligkeit zur Ausführung zu bringen — dann wird
unserS Vaterlandes NechtSverwaltung stet- den ehrenvol-
len Standpunkt in der Achtung der Welt behaupten, den
sie seit Zahrhunderten einnimmt."
„Mit diesem Gelübde und in diesem unerschütterlichen
Vertrauen taffen Sie, meine Herren, dies GlaS auf de-
besten König- Wohl uns leeren. Se. Majestät, unser
innigst geliebter, hochverehrter König und Herr. Fried,
rich Wilhelm der Vierte, lebe hoch!"

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