Full text: Volume (Jg. 9 (1844))

fert, der Spruchrichter an das rechtskräftige Beweis-In-
terlokut gebunden sei, also die excutio praescriptio-
nis verwerfen müsse.
Allein cincstheils kann dieses Dekret, da es vor der
Einlassung auf die Klage erlassen wurde, nicht für ein
eigentliches Beweis-Interlokut, quod jus facit inter
partes, gehalten werden. Es war nur eine dem Klager
geschehene Vorschrift zur Substantiirung seiner Anträge.
Ware cS aber auch ein förmliches Beweis-Interlokut, so
ist doch mit Pufendorf tom II. obs. 109 anzunehmen,
daß der Sprnchrichter nicht an ei» unerhebliches Bcweis-
Jntcrlokut gebunden ist, wenn cs nicht eine sogenannte
Interlocutoria definitivam in ventre habens ist,
welches nur dann der Fall ist, wenn erkannt ist: Würde
Klager beweisen, daß rc., so ist Verklagter schuldig rc.
Allein cs ist unnöthig, in diese Materie naher rinzu-
gehen, da jedenfalls angenommen werden muß, daß das
Interlokut den Beweis erheblicher Interpellationen, d. h.
solcher, welche in malam fidem zu versetzen geeignet
waren, aufcrlegt hat. Ter Beweis solcher Interpellatio-
nen ist aber »ach dem Vorangeführten in keiner Weise
erbracht«
B. Zweite Verjährungsperiode von 1609 bis 1725.
Sollten nun aber auch über die Vcrjährungsfrage
während der Periode vor der 1599 bei dem Ncichskammer-
gericht zu Speyer erhobenen Klage Zweifel eulstchen kön-
nen, so schlägt doch die zweite Verjährungsperiode von
1609 bis 1725 nach dieser Klage entscheidend durch.
Denn die Spcyerschen Akten sind, nachdem am
7. Januar 1008 Ladung ad reassumendum erkannt

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