Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 9 (1844))

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Ättschädtzung. — Ob die hier dem A. L. R. Thl. U.
Tit. 15 l gegebene beschränkende Auslegung durchaus be-
gründet, möchte vielleicht Noch bezweifelt werden.
Nr. 34. (ß. 313.) Der Darlehnsgeber wird durch
die Annahme des Schuldscheins über den ganzen Betrag
eines, nicht in rechtsgültiger Form versprochenen Dar-
lehns und durch die theilweise Zahlung der darin ver-
schriebenen Valuta nicht verpflichtet, den Rest der letz-
tem dem Schuldner nachznzahlen.
Nr. 35. (S. 317.) Di'e Frage: ob eine Verjäh-
rung angefangen habe? ist stets nach den Gesetzen zu
beurtheilen, welche zur Zeit des behaupteten Anfangs in
Kraft gewesen sind, wenn auch der Ablauf der Verjäh-
rungsfrist erst unter der Herrschaft des A. L. R. statt,
gefunden hat. — Sehr kurz begründet. Vergl. unser
Archiv I. 455 ff. H. 683 ff. IV. 134. ff. 549 ff.
und die v. V i e b a h n sche Mittheiluug im vorigen Ar-
chivheste S. 1 ff.
Nr. 36. (S. 320.) Der Ehemann ist die Schei-
dung zu verlangen berechtigt, wenn die Ehefrau erst
nach Ablauf der ihr auf den Antrag des Mannes vom
Richter zur Rückkehr bestimmten Frist sich zu ihm zurück-
bxgiebt, sofern nicht eine Remission des Ehescheidungs-
grundes anzunehmen ist. Die Annahme der Ehefrau
Seitens des Ehemannes ist ohne den Hinzutritt anderer
Umstände.für eitle Verzeihung nicht zu erachten.
Nr. 37. (S. 825.) Das nach den Vorschriften des
A. L. R. dem überlebenden Ehegatten, bei bestandener
Gütergemeinschaft, znstehende Wahlrecht, für eine von

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