Full text: Volume (Jg. 9 (1844))

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Nr. 18. (S. 163.) I. Die Verpflichtung zur Bes-
serung und Unterhaltung der Land-, Heer- und Post-
straßen liegt in dem Herzogthum Magdeburg und der
Grafschaft Mannsfeld, Magdeburgischer iHoheit, nicht
dem Staate ob; vielmehr sind dazu einstweilen — „pro-
visionaliter“ — mit Vorbehalt ihres Regresses an
den eigentlichen Verpflichteten, die Obrigkeiten, in deren
Gerichten die Wege belegen sind, und mithin der Fis,
kuö nur auf den Domaincnämtern verbunden. II. Die
Fuhren und Handdienste müssen jedoch die Dorfschasten
verrichten, welche da, wo die Wegebesscrung geschieht,
in dem Umkreise von einer und einer halben Meile lie-
gen, wenn dieselben sich de- zu bessernden Weges bedie-
nen; wogegen jenen, falls sie solche Dienste nicht ohne
Entgeltung zu thun schuldig sind, täglich für jeden Wagen
zwölf Groschen und für einen Handarbeiter drei Gro-
schen von denjenigen, welche die Wege zu unterhalten
haben, baar bezahlt werden sollen.
Nr. 19. (S. 178.) I. Auch bei einem Kauf ln
nothwendiger Subhastatio» kann der Käufer für die auf
dem erstandenen Grundstück hastenden Privat-Dienstbar-
keiten, Lasten und Abgaben, welche nicht allen Grund«
stücken derselben Art in der Provinz gemein zu sein pfle,
gen, keine Vertretung fordern, sobald ihm deren Da-
sein bekannt gewesen ist. Dies gilt selbst in dem Falle,
wenn ihm deshalb bei der Kaufhandlung eine besondere
Anzeige nicht gemacht worden. II. Ein in das Hypo-
thekenbuch eingetragenes Wohnuugsrecht gehört nicht zu
denjenigen Forderungen, deren Löschung der Adjndikatar
bei einer nothwendigcn Subhastation, nach Belegung der

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