Full text: Volume (Jg. 9 (1844))

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sasssn, ist, kann eine Entschädigung nicht verlangen,
wenn die Herrschaft zur Wiederaufnahme t>cö Dienst-
boten, und zur, Fortsetzung des Dienstvertragrs von der
Obrigkeit erst nach verflossener »Dienstzeit aufgefordert
worden. — Es wird aus §§. 160—162 der Ge-
sindeordnung abgeleitet, daß die gerichtliche Klage auf
Entschädigung wegen ungebührlicher Dienstentlassung Nicht
anders substanziirt werden köime, als durch, den Nach-
weis, daß. die Herrschaft zur Wiederaufnahme des Dienst-
boten und, Fortsetzung des Dienstvertrages polizeilich an-
gehalten worden sek, Daraus folgte denn, daß, da im
.vorlsegenden Falle die polizeiliche Aufforderung zur Fort-
setzung deS Dienstes erst nach Ende der Dienstzeit —--
wenn gleich durchs ein Versehen der Behörde — erfolgt
war„.wcder die unmögliche Fortsetzung, noch Schadens-
ersatz gefordert werden konnte.
Nr. 8. (S. 63.) I. Nach altpolnischen.Rechten wird
ein Adeliger, der weder Descendenten, noch Geschwister
oder Geschwisterkiuder . nachgelassen hat, von - weiteren
Sektenverwandten der väterlichen und mütterlichen Linie
dergestalt beerbt,, daß an jede dieser beiden Linken das-
jenige „Vermögen zurückfallt, welches der Erblasser aus
derselben überkommen hatte. II. Die Erbfolgeordnung
unter, den entfernteren Seitenverwandtcn in jeder der
bezeichneten Linien richtet sich dagegen beim Mangel
besonderer Bestimmungen für das eigentliche Polen, die
eigentlichen Kronlande, nach dem römischen Rechte.
'. Nr. 9. (S. 82.) Die bei Publikation des Allgem-
Landr. bestandenen Provinzkalgesetze über Pfändungen sind,
so weit sie den ausdrücklich einschränkenden oder verbi'e-

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