Full text: Volume (Jg. 9 (1844))

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bekannt worden ist, dem erstem vor, Thl. I. Tit. 10.
§§. 23, 25." ...
Diese Abweichung von den Vorschriften über Ceffion
von Schuldinstrumenten, auf einen gewissen Gläubiger
findet darin ihre Rechtfertigung, daß bei Wechselforde-
rungen-wiederum das Dokument selbst wegen der stren-
gen Vorschriften des Literal-Kontraktes weniger als Be-
weismittel denn als. Sache sich darstellt, und sogar zwi-
schen Ceffion und Indossament eines Wechsels der Un-
terschied gemacht wird, dass erstere nur die Wechselschuld,
dieses aber das Wechselpapier selbst als Rechtsobsekt
übertrage.
: Gräwell:Comm. zu len Kreditges. Bd. S. 3Z1.
Daher ist auch, wem die spatere, Mtretung des Wech-.
sels nicht mehr als Indossament gelten kann, weil etwa-
die Wechselkraft erloschen, oder das Papier wegen irgend
eines Mangels nicht als ^Wechsel betrachtet werden kann,
für diesen Fall der Streit unter den Prätendenten nicht
in Gemäßheit von §. 814 cit, sondern nach den Vor-
schriften der gewöhnlichen Ceffion zu schlichten,
Was endlich die Hypothekenforderungen betrifft, so
läßt die Ansicht, daß zur Rrchtsgültigkeit der Ceffion
hier Aushändigung der Urkunde nothwendig sei, sich nicht,
rechtfertigen Denn von dem Grundsätze, daß zum
Uebergange eines Forderungsrechts Ceffion er,forderlich,
dann aber auch für sich ausreichend sei, ist im A. L. R.
Wohl in Bezug auf l^ttres au porteur, aber nicht
wegen Hypothekenforderungen eine Ausnahme gemacht.
Die Hypotheken-Ordnung Tit. 2. §§, 202 folg., wor-
auf man sich berufen bat, verordnet freilich, daß dem

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