Full text: Volume (Jg. 9 (1844))

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hung auf das gedachte Objekt tn dasselbe VerhAltnsß,
wie mehrere Prätendenten, die ihren Titel von demsel-
ben Vormanne ableiten; ihre Ansprüche sind in Gemäß-
heit von A. L. R. Thl. I. Vit. 10. §§. 19, 22. u. 25
zu regulirrn. Der Empfänger erlangt jedenfalls, das
Eigentbum der gegebenen Sache, da auch bei ihm Titel
nnd Uebergabe zusammentreffcn. Denn obgleich der Ti-
tel selbst, d. h. das persönliche Recht des Cedenten zur
Sache, wegen der früher» Eession nicht mehr auf ihn
übergehen konnte, so hat er doch durch den Abtretungs-
vertrag wenigstens einen Titel zu diesem. Rechte erwor-
ben. Er behält die Sache, wenn ihm zur Zeit der
Tradition die frühere Eession nicht bekannt war; ent-
gegengesetztenfalls kann er zum Nachtheile des ersten
Cessionars sich nicht auf die früher erhaltene Uebergabe
oder Eintragung berufen. Er ist persönlich verpflichtet,
diesem die Sache herauszugeben, oder, wo solches nicht
angänglich, ihn zu entschädigen.
Tie bisherige Erörterung betrifft nur solche Forde-
rungen, deren Urkunden auf einen bestimmten Gläubiger
ausgestellt sind. Papiere dagegen, die auf jeden In,
Haber lauten, oder zu deren Einziehung doch, obwohl
ursprünglich auf eine gewisse Person ausgestellt, jeder
Inhaber lcgitimirt ist *), sind nach anderen Regeln zu
*) Solche Papiere, z. B. SeehantlungS- und Banko-Obli-
gativnen, hat man wohl von der eigentlichen I-eltres au.
porteur auSscheiden wollen. Mathis Zur. Monats-
schrift Bd. 3 S. 129, 287 und Minist-Bl. von 1842
S. 51 Für die hier behandelte Frage möchte wenigsten«
diese Unterscheidung nicht gerechtfertigt sein. A. L. R.
Thl. I. Tit. 16. §. 130.

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