Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 9 (1844))

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tes, welche man bisher aufgestellt habe, zählt derselbe
auf: die der väterlichen Gewalt, die Eroberungstheorke,
die Theorie der göttlichen Einsetzung und die Vertrags,
Theorie. Gegen die erstere wendet er ein, daß solche
eine allgemeine Güln'gkeit nicht in Anspruch nehmen könne,
weil sie nur auf die Monarchie anwendbar und weil mit
ihr eine immerwährende Unmündigkeit • der Staatsgenossen
rechtlich festgesetzt und so dem Despotismus Thür und
Thor geöffnet sein würde; — gegen die Croberungstheorie,
weil kein rechtlicher Grund vorhanden. Andere zu zwingen,
sich auf uuserm Eigenthum niederzulassen, ohne ein sol,
ches Zwangsrecht diese Theorie aber in sich zerfalle; ge,
ge» die Theorie der göttlichen Einsetzung, weil die Gott,
heit nicht unmittelbar mit den Menschen verkehre! —
Hätte der Verf. Mauren breche r's Staatsrecht —
§. 3t folg. — und Andere, welche er theilweise aus,
geschrieben, ohne ihrer zu erwähnen, besser studirt und
weniger flüchtig kompilirt, so würde er etwas Besseres
über die Begründung des Staates, auch eine bessere,
richtigere und vollständigere Uebersicht der verschiedenen
Ansichten von der rechtlichen Begründung der Staats,
gewalt gegeben, und das Wenige, was er mittheilt, bei
gerkngerm Gebrauche von der Hegelschen Philosophie
entlehnter Ausdrücke weniger arg und verworren aus,
gefallen sein. — Der Zweck des Staats ist nach §. 12
die höchstmöglichste Freiheit der Einzelnen, nach §.13
besteht derselbe darin, daß der Staat dem Einzelnen die
Möglichkeit verschafft, seine angegebenen Zwecke — Ur,
rechte —, welche diese sind, wird nicht gesagt — zu
realisiren; nach §. 61 endlich in der möglichsten Erstre,

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