Full text: Volume (Jg. 9 (1844))

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trndcferirten Eides aber ermittelt ist,, daß aneinem son-
stigen Orte, wo das gedachte Recht nicht gilt,,rin
6oikts zwischen den Partheien nicht stattgefunden hat;
eine dem französischen Rechte ganz fremde Abfiydung.für
ihre Person (ef. Zachapiä Handbuch des franz. Rechts
§».307 Note 4) kgnn daher die Klägerin nicht, fordrrn.
Auch ist eine Klage auf.Alimentation des äußernder Ehe
gebyruon Kindes ohne ein vom Verklagten in beglaubtester
Form ausgestelltes. Anerkenntniß seiner Vaterschaft,.-das-
hier-fehlt, nach Art.. 340 des Ooäe Napoleon unstatt-
»r soweit es sich um Alimente handelt,, die seit der
Geburt des Kindes- gefordert werden,, undfür die Zeit,
innerhalb welcher. Verklagter dem französischen Rechte uv».
terworfrn war. Denn: die allegirte Vorschrift des 6oäs
I^apoleon schloß die Geltendmachung eines solchen Ali-
menten »Anspruches- für jene Zeit unbedingt aus, indem
es. als eine materielle,, nicht blos die Beweis:»Theorie be-
treffende Bestimmunganzusehen ist, daß eine Ermittelung
der Vaterschaft eines-unehelichen Kindes — mit Ausnahme
des Falles eines-Anerkenntnisses oder einer, stattgefundenen
Entführung — untersagt ist, aus welcher- Untersagung
gefolgert werden- muß, daß, da ohne solche Ermittelung
ein.Alimenten-Anspruch gar nicht durchzuführen ist, auch
dieser selbst unstatthaft sek (cf. Rechtssprüche B. 1 S. 424
Md Suppl.-Ergänzungen von Graff 1. Abthl. S. 55).
Allein Hirse Nichtverpflichtung des Verklagten, zur Alimen-
tirung des unehelichen Kindes, in so fern er als dessen
Vater anzusehen ist, hörte auf, sobald er sich, aus dem
Bereiche der Herrschaft des französischen Rechts weg und
an riuen Ort begab, nach dessen Gesetzen der Alimenta-

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