Full text: Volume (Jg. 9 (1844))

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der fremden Gesetze über die Aufhebung der Leib-
eigenschaft zum mahljährigen Besitze des Guts ge-
langt ist, und dessen Mahljahre erst nach erfolgter
Aufhebung des Leibeigenthums-ablaufen, nicht ver--
pflichtet sei, das in dem Zeiträume zwischen dieser
Aufhebung und dem Ablauf der Mahljahre aus den
Mitteln der Stätte erworbene Pekulium an den Er-
ben herauszugeben.
Simon und v. Strampsf Entscheidungen des
Geheimen Obertribunals Bd. 4 S. 381 ff.
Das Oberlandesgericht zu Münster hat nun aber
durch ein Erkenntniß v. 13. Sept. 1842 in Sachen
Mayer sive Willebrand gegen Willebrand die
Ansicht des Obertribunalö für irrig erklärt, vielmehr sich
dafür ausgesprochen, daß dem Anerben die Verbesse-
rungen des Pekuliums bis zum Ende der Mahljahre
gehören. Folgendes sind die Gründe des Oberlandes,
gerichts.
Gründe
Die Beschwerde des Appellanten Johann Heinrich
Willebrand besteht ferner darin:
2. daß er verurtheilt worden, das Pekulium nach der
Beschaffenheit zur Zeit des Ablaufes der Mahljahre
am 9. Juni 1821 nach Verhältniß der Antheile
der Kläger herauszugeben. Er glaubt, daß er nur
schuldig sei, dasselbe nach dem Zustande zur Zeit
des Antritts der Mahljahre, oder doch wenigstens
nur zur Zeit der Publikation des Bergischen De-
krets vom 12. Deebr. 1808 auszuantworten und
stützt sich deshalb hauptsächlich auf den Plenar-

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