Full text: Volume (Jg. 9 (1844))

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werden müssen, ergab sich auch in Bezug auf das ge-
meinschaftliche Eigenthum mehrer Miterben, daß diesel-
beit Nur Anrechte an dem ganzen Vermögens - Inbegriff,
nicht aber damit zugleich adäquate Anrechte an jedem
einzelnen dazu gehörigen Stücke haben, und zwar des-
halb, weil sonst jeder Erbe durch Ceffionen und andere
Dispositionen den zur Berichtigung der Nachlaßschulden
zunächst bestimmten Fonds willkührlich schmälern könnte;
so ist dagegen zu- erinnern, daß dies gleichwohl vor der
Theilung den Erben zusammen möglich bleibt, und daß
diesen möglichen Nachtheilen nicht durch die angeführ-
ten'''Bestimmungen, sondern durch die gesetzlichen Ein-
schränkungen der Beneficia!«Erben und-die Vorschriften
über die Haftbarkeit der Erben nach gctheilter Erb-
schaft unter eigener Mitwirkung der Nachlaßgläubkger
hat vorgcbeugt werden sollen 7).
Demnach muß um so mehr die Entscheidung der
vorliegenden Frage in Bezug auf körperliche Sachen
und nicht accefforische, dingliche Rechte aus den Be-
stimmungen des ersten Abschnitts des Tit. 17. Thl. I.
entnommen werden, da der §415. im zweiten Abschnitt
ausdrücklich auf dieselben verweist, und im ersten Ab-
schnitte §§. 6—8 die Unterscheidung der Gemeinschaft
mehrer Miterben von anderer« Gemeinschaften nicht von
einem Gegensätze einer universitas juris zu andere«
Gegenständen der Gemeinschaft, sondern Von den ver-
schiedenen Gründen der Entstehung als Grund einiger
besonderen Bestimmungen für die verschiedenen Arten

7) s. A. Archiv I. S. 542.

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