Full text: Volume (Jg. 4 (1837))

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dofationisqiie Aliatum sitniliare in co'hiuio-
d u m“ f a m i 1 i a e dcAniuntur.
Westpbal in seinem deutschen Privat- und Lehilrecht
sagt außer der schon im vorigen Urtbril augefiihrten
Stelle noch Thl. 11. pax. 27t. schlechthin:
daß auch auf Lehne die Fideikommiß. Qualität, selbst
ohne des Lehnsherrn Einwilligung gelegt
werden leime, ist eine im Lehurccht ausgemachte
Wahrheit.
Er führt hierauf eine ganze Reihe von berühmten
RechtSlrhrern zur Unterstützung dieser Behauptung auf.
Lobethan in feiner Abhandlung von der Erbfolge
bemerkt ebenfalls §. 269. 270.293., daß in den Lehnen
besondere Successions-Ordüüiigcu, Pnmogeuitureü, Ma-
jorate «■ s. w. ciugcführt und überhaupt Anordnungen
ohne Einwilligung des Lehnherrn getrosten werden dürften,
well er dabei nicht bccheiligt sch, und alle Erbverträge
scyeu gültig, m so fern seinen Rechten dadurch kein Ein«
trag'geschehe.
Eichhorn, deutsches Privatrecht §. 366.: „Von
den Familienfideikommisse»" sagt: Lehen können mit
Stammgutseigenschaft belegt werden, sofern nur die ersten
Descendenten fich der Verfügung zu unterwerfen verbunden
sind, »mb für die DeScendcuz der Agnaten kann sie durch
einen Erbvertrag ringcführt werben; die Einwilligung
des Lehnsherrn ist nur ein Erforderuiß des Partikular-
Rechts. In Beziehung auf die Meinung Einiger, daß
Fideikommisse nur bei Erblchucn zulässig' scyeu, wird
Kerstan de Adeicomtnisso perpetuo in feudo
allegirt, dessen Meinung Westpha^äber l c, Abhdl.XV.
30!

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