Full text: Volume (Jg. 4 (1837))

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ferrn tine Suecessions - Ordnung oder ein Fidclkommiß
««geführt wird
Lndloff ^e confirmatione caesarea juris
primogeniturae § 27.
. Der Text I. f. 8. findet vorliegend keine Amven-
dung. Denn dieser erklärt mir die letzte Willens-Ordnung
eines Baters für ungültig, der seinen lehnsfähigcn Söhum
ihr Suceessivnsrecht «ntziehm oder solches abändern will.
Die Worte „nulla ordinatione defuncti in feudo
manente nec valente1“ haben den Sinn nicht, daß
eine ohne lehnsherrliche Einwilligung errichtete Verord-
nung oder Fideikonuniß unkräftig seyn soll. Verlangt
aber das Gesetz diese Einwilligung nicht, so verletzt anch
der Vasall keine Pflichten, wenn'er sie nicht nachsucht,
es ist auch gar nicht vorauszusetzrn, daß durch eine
Fideikommiß -Stiftung der Hekmfall des Lehns gehindert
werden könnte, indem der Lehnsherr das mit dem Fidri-
kommiß belegte Lehn doch nicht früher konsolidiren kann,
big keine lehnsfähige Nachfolger mehr vorhanden sind.
Sollte von dem Vasallen gegen die Lehnstreue gehandelt
und dadurch eine temporelle Consolidatio» veranlaßt wer-
den, so kann das Fideikommiß den Lehnsherrn an, der
Ausübung dieses RcchtS nicht hindern. Diesem allen
steht auch nicht entgegen, daß die Familie von der Leym
die fraglichen Lehngüter zur Z«'t des Vertrags von 1661
noch nicht in Besitz hätte, da hinreichend konstirt, daß
dieselbe später an sie gelangt und von dm Stiftern des
Fideikommisses schon im voraus zu den übrigen Fidri-
kommißgütern gezogen worden sind.
Der Richter erster Instanz äußert in seinen Grüne

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