Full text: Volume (Jg. 4 (1837))

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ausgestellte Atteste vorhält, .aus welchen das Gegcn-
thell der zu'' beschwörenden Thatsache hervorzugehen
scheint. Alödann kann
L) der Acceptant, der hierdurch bedenklich wird, den
Eid noch Mückschkeben oder auch ohne Rechtsnachtheil
die Aufnahme der Beweismittel verlangen.")
d) Der Deferent, der solche Bescheinigungsmittel vor-
legt, kamt den Eid widerrufen, es findet aber dann,
wenn durch Aufnahme des Beweises kein, oder kein
vollständiges Resultat erzielt wird, der defcrirte Eid
niemals, sondern höchstens ein nothwendiger Eid
statt.")
Beim referirten Eide dagegen ist aus diesen Gründen
weder ein Renrecht des Relaten, noch ein Widerruf des
Referenten zugclassen. ^°)
Es fragt sich, in wie fern diese Vorschriften, in
Bezug auf das Verhältniß des Hauptbeweises
zum Eide, bei der eventuellen Eidesdelation Anwendung
finden können? — Erwägt man nämlich, daß dieser
wirklich erhobene Beweis, falls aus ihm das Gegentheil
der, zu beschwörenden Thatsache hervorzugehen schiene,
keine geringere Wirkung haben könnte, als die-in jenen
Gesetzen erwähnten vorläufigen Bescheinkgungm, so scheint
es, daß die Anwendung dieser Vorschriften dadurch nicht
ausgeschlossen werden könne, daß der Beweis über die
Thatsache, die dort nur bescheinigt wird, hier,, bereits
wirklich aufgenommew ist.

™) §. 294 K. t.
w) §. 298 hf t.
*) §. 308ihAt.

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