Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 4 (1837))

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«egenden fingerten Eingeständnisse. Beides würde «ach
derwirksichen Aetenlage m'cht nur eine überflüssige son«
dem eine widersinnige Handlung seyn; denn es würde
nun, nothwendig für den Richter die Verlegenheit ent,
stehen, welches Thatverhältniß er der Entscheidung zu
Grunde legen solle; das zugestandene, oder das damit
vielleicht nicht übereinstimmende bewiesene. Sollte er
z. D wenn das Gegcntheil deS Beweissatzes m'cht voll-
ständig, aber doch so weit ausgemittelt würde, daß für
dm Delaten auf einen nothwendigen Eid p erkennen
wäre, ihm diesen auferlegen, der de» Bcweissatz entweder
ausdrücklich einräumte, oder als einräumend angesehen
werden mußte,, weil er sich über die Annahme des deferkrten
Eides zu erklärm weigerte? oder soll er ihn dem De,
ferenten.auflegen, der durch srinm Beweis das Gegen,
thril seiner Behauptung wahrscheinlich gemacht?. Eins
erscheint so unmöglich als das - andere. Oder soll er
endlich den geführten-Beweis nicht berücksichtigen und sich
a«: das Geständniß halten? Dies erscheint allerdings
als. das richtigere, aber dann stellt sich eben die Er,
Hebung des.Beweises als eine sinn-, weil zwecklose Hand,
lung' dar.: Mch,bedarf es, in dem vorausgesetzte» Falle
des fingirten Geständnisses -keiner Abweichung von .der
Cönsequenz'Her Grundsätze- aus Mckfichten einer .übel
verstandenen Billigkeit Der Deferent hat ein sicheres
Mittel-! sichder.Verlegenheit za entziehen, die ihm dev
drohende Verlust der Beweismittel bereiten könnte. Denn
besorgt er, daß der Delat cootumsdisw purgiren
werde, und will er es auf dessen Ei!? nicht ankommen
lassen, so darf er .Mästung

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