Full text: Volume (Jg. 4 (1837))

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laffener Erklärung dagegen steht es, wie friibcr bemerkt,
dem Delntcn'frci, bis zum Schluffe der Sache, und selbst
in zweiter Instanz durch Nachholung des Versäumten die
Hauptfolgc des Ungehorsams » noch wieder- abzuweijdcn.
Sobald dieses geschieht, eessiren dir Voransschungrn
eines singirtcii Geständnisses, und von der Art und Weise,
wie die Einlassung erfolgte, hängt eS alSdann ab,
ob mit Aufnahme des HanptbeweiscS zu verfahren sey.
So lange aber das singirte Geständniß seine Wirkung
behauptet, weil der gehörig aufgcforderte Drlat seine
Erklärung geweigert oder unterlassen hat, muß diese
Wirkung auch der drö ausdrücklichen gleich feyn. ES
folgt hieraus, daß so lange auch der Aufnahme drS
HauptbeweiseS, selbst auf Verlangen drS Deferente«, nicht
stattgegrben werden darf. .Rur das könnte zweifelhaft
feyn, ob dies nicht dann geschehen könnte, wenn der Ver-
lust der Beweismittel zu befürchten steht, weil nämlich
die nachgeholte Einlassung deS Delaten beit Deferenten
später in den Fall bringen kann, auf dieselben zurück-
kommen zu müssen. Ich glaube auch dann nicht, so
lange die Kraft des fingirten Geständnisses währt; viel-
mehr muß fich der Deferent diese Folge der, von ihm
beliebten Cumnlatron der Beweismittel. auch zu seinem
Nachtheile gefallen lassen, wenn er ihre Vortheile behalten
wist. So wem'g der Richter dem Anträge) Beweis über
rlne ausdrücklich zugestandcue Thatsache aufzunehmen, aus
der Rücksicht statt gebe» dürfte, weil das Geständniß
möglicher Weise alö-irrthüuslich angefochten werden könnte^
und der Verlust der Beweismittel zu befürchten steht.^
eben so wenig darf er tö meine- ErachtenS beim vor -

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