Full text: Volume (Jg. 4 (1837))

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führe», der f„ die Redlichkeit des Gegners kein unbedingtes
Zutrauen^ jetzt, erst andere Weg« versuchsweise einM
schlagen- ehe er rS auf den Eid anlommcn läßt. Diese
BefugNiß-würde in viele» Fälle» illusorisch nlerden- ninut
der eventuelle EidcSantrag verworfen werden müßte. Ob
der versuchte Dcrvei-S vollständig, ob er biS zum Srip-
pletouv oder Purgatorio, oder vielleicht gar Nicht geführt
wurde, darüber eutsrheidet eigentlich allem die Beur-
tHeilung deS erkennende»!Richters in der Definitiv-
scnteng lpro^alio 6tjndici.>.’?l Es bleibt un-
gewiß, ob die Ansicht des BrwciSfübrerö' Und des in-
strnircnden Richters in i'enelir Urtheile für richtig an-
geuvmmett werde» werde, und dies selbst bei einem
direct anesettcrene» Beweise, wie virlmehr, wenn derselbe
«■)'§. id E't». "
29 j linker dt» Fällen, welche das Gesetz als solche anS;eichnct
in delica ein« Thatsache "für vollständig erwiesen an
^ zuuebmeu Ich, chiid die meisten und grat.« dje am häusig-
. sten vortommcntcn, solche, deren Perbantense»» wiederum
»ur durch Beurlheiliiug. des Richters rcnstalirt werden
kann. So wenn der deutliche Inhalt eines DocumeiitS
hinlängliche SluStuiilt giebt, »nd wider kesse» Glaub-
würdigkeit nichts eingewendet, oder die Siiiwriikuiigen
unerheblich oder ungegründct befunden werden,
wenn zwei oder mehrere glaubwürdige Zeuge» ein«
Tdatsache au» eigener Wissenschaft mft völliger Zu--
re »lässig feil bekunden u. s., f. Genau genommen
bringen also «>.'» der geschworene ode'r erlassene Hauptcid
und die eigene richterliche Siuuc'wahr nchinung über eine
einfache Ihatsache, eine von der deurt heilenden Lhä-
ligkeit des Richters uuabhäiigige Geirißlu'it hervor

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