Full text: Volume (Jg. 4 (1837))

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wir jede Verminderung des ringebrachte» Vermögens,
welche sich bei Auflösung der Ehe ergkebt, ald eine beiden
Eheleute« zur Last fallende Derkoberung darstellen
wollte«. Da jeher Ehegatte Ekgenthümer des von ihm
inferkrtrn Vermögens bleibt, so muß er die sich hieran
ereignenden zufälligen Verluste nach dem Satze: casum
sentit dominus, selbst übernehmen. Er kann also
z. B. auS der Errungenschastsmasse für Brandschäden,
für die wegen Insolvenz der Debitoren erlittenen Verluste
an seinen ausstehenden Forderungen- - keinen Ersatz ver-
langen, vielmehr wird alleS dies von seinem Einbringen
abgesetzt. Umgekehrt kommen ihm denn auch die zu,
fälligen Verbesserungen seines inferirtm Vermögens- z«
statten, und werden nicht als Erkoberung angesehen.
§. 20.
Verzicht auf die portio statutsria. Haft-
barkeit für die Schulden bei geleistetem
Verzichte und zwar
a) im Allgemeinen.
Wenn bei kinderloser Ehe der überlebende Ehegatte
die portio statutsria annimmt, so muß er alle Schuld
den des Verstorbenen (cfr. oben §. 11.) tragen; wenn
er bei beerbter Ehe die portio statutam nicht auö,
schlägt, so muß er die Hälfte der ehelichen Schuldeft
übernehmen, tcfr. §. 19.) Für beide. Fälle verstattet
ihm aber das Gesetz eine» Verzicht auf die portio
statutaria, um sich der Schuldenlast zu entziehen. Es
heißt Cap. 15. §. 2.:
„Würde aber der Letztlebende an demjenigen, so ihm

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