Full text: Volume (Jg. 4 (1837))

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sitzendem Gerichte, wie dbcN im rrsttli Theil Kap. 3.
§. 20 attgedentet, sich dcssetr, Md .insonderheit «Lin
Weib ails freiem ohngezwungenem Willen also rnnd
erklären, so soll dasselbe Gut für ein gemeines beider
Eheleute geachtet werden." •' •
Die augezogene Stelle Thl. l. c. 3. §. 20. sagt:
»Und dieweil hierunter im vierten Theil am 9.
Kap. Verordnung bcschehen, daß dasjenige Gut, wel-
ches in stehender Ehe von des einen oder andern
Ehcgattcns Geld allein ist erkauft, und doch der Brief
auf bcidd Eheleute wissentlich gerichtet worden, in
'Sücccssioilsfallcn einem crkobcrtcn Gute gleich geach-
tet werden soll; so setzen ordnen und wollen wir, daß
deswegen durch unseren Schultheiß und Schöffen eitles
jeden Gerichts um so viel fleißiger auf vorige Unsere
§. 16. bcschehene Ordnung Acht gegeben und allezeit
dahin 'gesehen werde, daß derselben 'Mit Vernehmung
des einen oder andern Gcinechts möge gelebt und alles
: zum fleißigsten in das Schöffenbuch möge verzeichnet
. werden."
Tie Landesordnung spricht also das Prinzip aus,
daß die Surrogation immer ein trete, wenn das Geld
des einen Ehegatten zum Ankäufe-eines Guts verwendet
worden ist, und daß das Gcgenthcil.einer ausdrücklichen
Erklärung desjenigen Ehegatten, aus, dessen Vermögen
düs Geld oder, die Sachen genommen, bedarf. In jedem
einzelnen Falle muß aber di« Verwendung - zum Erwerbe
der in Frage.stehenden Sache spccicll nachgewiesen wer-
den ; beim Tausche macht sich dies der Natur der Sache
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IV

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