Full text: Volume (Jg. 4 (1837))

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gemeinen Gütergenieinschaft gebraucht) wird uns nirgend-'
gegeben; bekanntlich tritt diese aber in verschiedenen Ab-
stufungen auf, die sich km allgemeinen als
I. eine bloße Errungenschaftsgemrinschaft— cömmunio
acquaestits cöiijiigalis auch oornmunio bono-
rum u'sufrutJtüäria — und
II. als eine Errungenschaftsgemeinschaft mit einer Ge-
meinschaft der Mobilien (communio bonorum
f) articularis schlechthin)
unterscheiden lassen.
vergl. Eichhorn deutsches Privatrecht.§. 311'.
Mittermaier Privatrecht §. 357.
Phillipps die Lehre von der ehelichen Gütergemein-
schaft S. 256 folg.
Maurtnbrecher, gemeines deutsches Recht §. 483.
Die Wichtigkeit der Frage,, ob die eine oder andere
Gütergemeinschaft anzunehmcn, zeigt sich hauptsächlich da,
wo es sich um die Verpflichtung des einen oder anderen
Ehegatten zur Tragung der Schulden handelt. Gehen
die Modilitn in die Communio» über, so müssen sie
auch den Gläubigern selbst für voreheliche Mobilar-
schuldeit des eilten oder anderit Theils haften, oder wenn
man dies bestreiten will, darf wenigstens die Ehefrau
nicht für berechtigt erachtet werden,, ihr infcrirtes Mo-
bilarvermögen aus der Gemeinschaft herauszunehme»,
und sich demnach der Zahlung der ehelich c w Schulden
zu entziehen. Eine fernere Wirkung der Mobilargeürein-
schaft besteht dari», daß nach > aufgelöster Ehe bei der
Auseinandersetzung das ganze Mobilarvcrmögen als eine
Masse betrachtet wird, woran beide Eheleute gleich be--

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