Full text: Volume (Jg. 4 (1837))

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fefccö inosfiziose Schenkungen mit dem Uebertraze ver-
Kunden sind.

V« Äbfindung.
(§. 5. 7. 8.)
Die früher üblichen Abfindungen bestanden in einer
gewöhnlich nach drei Klassen von Höfen verschiedenen,
sonst aber in sich dem Herkommen gemäß genau festste-
henden Natnral-Aussteuer und einem Stücke Geld. Für
letzteres, als nach den i'cdesmaligen Kräften des Hofes'
bestimmt, waren die Observanzen schwankend, wie Jeder
weiß, der in Prozessen ein altes Kkndlhcil arbitriren sieht.
Darum und bei der freigewordenen Veräußerung und
Erwerbung von Immobilien, wonach also — statt der
früheren einfachen Verhältnisse — bei jedem Erbfalle eine
andere Masse da steht, konnte von Herstellung jener frü-
heren Observanzen nicht die Rede scyn. Es ist sonach
ganz mit Recht eine mäßige Abfindung nach einem sofort
greifbaren Maaßstabe, dem Kataster, fcstgestellt worden.
Auch sind die Schwierigkeiten, welche die Schulden dar-
bieten, wenn man sie nach der Eintragung oder nach
dem ursächlichen Zusammenhänge in Jmmobiliar- und
Mobiliar-Schulden theilen wollte, glücklich durch den Ab-
zug sämmtlicher Nachlaßschulden vom Gute, in so weit
sie den Werth des übrigen zum Gute nicht gehörigen
Vermögens des Erblassers übersteigen, beseitigt. Da-
gegen bedarf
der §. 8. einer neuen ernstlichen Erwägung des
Gesetzgebers. Wenn z. B. ein Gut zu 200 Thlr.
Rein,Ertrag im Kataster steht, somit 4000 Thlr.

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