Full text: Volume (Jg. 4 (1837))

20. Von dem Recht des Zuwachses bei der vertragsmäßigen Erbfolge

227

XIV.
Von dem Recht des Zuwachses bei der
vertragsmäßigen Erbfolge.

Herrn Ober-LanLesgerichtS-Affessor in Tecklenburg.

wir in einer früheren Abhandlung (91. Archiv

11. Jahrg. S. 476 — 516 ) das jus scaresoenäi
des Preuß. Rechts im Allgemeinen, und speckell bei der
Jntcstaterbfolge und bei der testamentarischen Succesfion
darzustellen versucht haben, sey es uns vergönnt, den
Faden von Neuem aufzugreifcn und mit ihm das Labyrinth
der vertragsmäßigen Erbfolge zn durchwandern.
Während wir bei unserer früheren Darstellung vom
Gebiete des römischen Rechts unsern Anlauf zu nehmen
hatten, befinde» wir uns hier von Haus aus auf ein*
heimischem, deutschem Boden; denn das römische Recht
war den Erbverträgen, mit Ausnahme der über die
Erbschaft eines unbekannten Dritten geschlossenen, abhold,
Th »baut, Pandekten §. 676. 677.
und erst der Vorliebe unserer deutschen Vorfahren für
vertragsinäßige Erbfolgcbestimmung war eS Vorbehalten,
diesem Institut praktische Geltung und Ausbildung zu
verschaffen.
Abgesehen von den rcnunciativen Erbverträgen, find
Erbverträge entweder einseitig oder wechselseitig.

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