Full text: Volume (Jg. 4 (1837))

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Gesetz ja schon vor Errichtung der Matrikel an-
wendbar seyn.
3) Oft praktisch werden wird fürs erste die Ansicht
von Schepers S. 24., daß das Gesetz nicht auf
Güter passe, woran nach den bisherigen Erbfolge-
gesetzen mehrere Miteigenthümer zu aliquoten Theilen
berechtigt sind. Denn ein-Antheil an einem Bauern-
gut ist kein Bauerngut, sondern cs soll, wie der §.
1. des Gesetzes sagt, eine für sich bestehende
Ackernahrung da seyn. Wenn übrigens
4) Schepers S. 25. der Meinung ist, das Gesetz
passe nicht auf die im Münsterlande vorkommen-
den alten »Hoven", anderwärts "Hufen" genannt
— Grundstücke - Complerus ohne Sohlstätte, —
so wird dies nur dann wahr seyn, wenn sie nicht
jetzt von einer Sohlstätte aus bcwirthschaftet werden,
indem sonst, wenn dies der Fall, der §. 11. des
Gesetzes einträte,
Hl. Matrikel.
(§. 1.2. d. G.)
Schepers wirft hier mehrere Fragen auf:
1) In welcher Form muß der Antrag um Aufnahme
eines dem Gesetze an und für sich nicht unterwor-
fenen Guts in die Matrikel gemacht werden? Ob-
gleich diese Eintragung nach dem Gesetz die Wir-
kungen eines stillschweigenden Testaments hat, so
kann man doch, wie Schepers S. 32 richtig
bemerkt, keine andere Form, als die allgemein ge-
setzliche (A. L. R. l. 5. §. 135.) zu Erklärungen
über Grundstücke, die schriftliche Form erfordern.

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