Full text: Volume (Jg. 4 (1837))

174

was hinlänglich beweist, daß diese Regel von dem Urber-
gehn in das Dupondium durchaus unabhängig war.
In der That hat dieses Decresciren einen inner»
Grund, welcher noch tiefer liegt, als der für das Ac--
cresciren der vacanten Portion, wovon es das Um-
gekehrte ist. Letzteres beruht darauf, daß der, welcher
über seine Erbschaft disponkrt, die ganze Erbschaft ver-
theilen muß, welches muß aber bloß die Folge einer
singulären römischen Einrichtung ist^); das erstere
darauf, daß er nur ste, nur sein universum jus
vertheilen kann und das folgt schon aus der Natur
der Sache. Was darüber ist, liegt außer demselben
und wird doch in dem Testamente als ein Theil davon
bezeichnet und nicht (wie bei einem legatum rei
alienae) als eine fremde Sache, so daß sich die in
der Feststellung der Theile liegende Umschreibung der
Erbschaft als unrichtig ausgedrückt darstellt. —
Darin trifft beides zusammen, daß nur die unrichtige
Umschreibung des gegebenen Gegenstandes auf sich
beruhen bleibt, dagegen aber das Wesentliche der Dis-
position, d. h. die Festsetzung der Erben und des gegen--

87. D. de hered. instit. (28. 5.) §. 8. J. eod.
2-. 14.)]
4) Ch. F. Harpprecht Lanx satura rerum ad te-
stamentarias leges adlin. Tübingae 1744. N. 1.
Greisinger in seiner Fortsetzung des Handbuchs des
deutschen Privatrechts von D a n z. Stuttgart» 1822.
Bd. 9. S. 98 sg. not. c. Duschke im Rheinischen
Museum. Bd. 6. S. 365.

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer