Full text: Volume (Jg. 4 (1837))

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gesagt ist;*)'bemerken jedoch-nachträglich, daß im §. 12.
der Derotbtti vom- 26. Juli 1662 davon,- daß -der
Zehntherr sein Zehntrecht nach dessen Ertrage selbst ver-
steuern- M/ Nichts- zu finden ist-5)
Soviel glauben wir überzeugend dargethan zu habe»,
daß erstlich der Abzug der gutsherrlichen Prästationett
bei Veranlagung der Schatzungen keineswegeS allgemein
statt gefunden; zweitens daß im Fünftel ein nummerisch
unrichtiger Abzug —- eine ungerechte Vertheilung der
Gesammtsteuer vom Grundstücke — liegt. Und ange-
nommen, jedoch nicht zugegeben, daß, da die jetzige
Grundsteuer ohne Rücksicht auf die sonstigen Rechtsver-
hältnisse regulirt worden sey,°) hieraus eine Regreßfor-

*1 Gehört nicht hierhin, wo zu klare Dokumente vorliegen.
Sommer.
0 Der §. 12. der für daß- Erzstift erlassenen Verordnung
vom 26. Juni 1662 (Scotti I. i. S. 287) sagt
wörtlich: „In denen Zehenden, so zu geistlichen Ahn-
„fchlag nit gehören oder contribuiren, soll von jedem
„zehendbahren Morgen, der jährlich« auff drei svmmer
„(Summer) verpachtet werden kann. 6 Alb., von Ue-
„brigen nach Verfolg versteuert werden." Sommer.
Die Gesetzgebung hat nun aber grade am 1. October
1866 gesagt, daß „alle seither bestandene Steuerfrei-
heiten aufgehoben," daß „von allen anderen bis jetzt
„schatzungsfrei gewesenen Gütern, Zehen den. Ge-
fallen und andern Besitzungen, sie mögen Eigenthum
„oder Besoldungsstücke seyn, die gewöhnliche Steuern
„und andere nach dem Steuerfuß regulirt werdende
„Abgaben, gleich allen übrigen contribuablr» Gütern
„und Besitzungen ohnweigerlich entrichtet werden sollen/-
Darauf hat man jeder Grundrente ihr Steuer-Item
zuzuweifen und um eben so viel dem Rentebelasteten

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