Full text: Volume (Jg. 14 (1850))

Ö35

ric Wege zur Erlangung vollkommener Selbstständigkeit nach
Unterdrückung des überall sich kundgebenden Vevormundungs-
svstems anzubahnen, die Mittel zur Hebung ihres materiel-
len Wohlstandes auszusuchen und alle Hindernisse, wo und
wie sie sich immer finden, zu bekämpfen und zu beseitigen.
Die Gemeindeverfaffungen in Preußen, Baiern, Sachsen,
Badens», s. w. haben ungeachtet ihres weiten Abweichens
von dem Ziele eines vclkslhümlichen Gemeindelebens einen
fruchtbaren Boden geschaffen, auf dem sich weiter bauen läßt.
Dre Herausgeber wollen mit allen Kräften die sich bei ein-
zelnen Staaten kund gebcude Neigung, die Gemeindeverfas-
sung im freien und selbstständigen Sinne herzustellen, beför-
dern und anreizen, damit der Wille zur That werde. ES
sollen der Mißbrauch der Verwaltung zum Organ des Staa-
tes, taL für das freie.Gebahren der Gemeinde gefährliche
Oberaufsichtörecht der StaalSregicrungen, die wegen vielen,
durch die bisherige Gesetzgebung nolywendigen Formen theure
und kostspielige Verwaltung einer strengen Veurryeilung unter-
worfen werden u. s. fV-- Die Herausgeber wollen nun in
ihrem Organ alle Gegenstände des geryeindlichen Lebens er-
fassen, und geschichtlich, kritisch und statistisch beleuchten. —
Das Ungeheure der Aufgabe dieses Organs leuchtet ein, und
billig wird MN zweifeln, ob in unsrer Zeib?den Herausge-
bern die Teilnahme entgegenkomme, die sie erwarten. Wenn
man auch nicht von Allen mit dem Dichter sagen kann: „sie
habe-; erstaunlich viel gelesen," so ist doch in unsrer Zeit auf
die vergangene wirre Bewegung eine solche Abspannung mit
starken Schritten herangerückt, daß schwerlich eine irgend den
Erwartungen der Herausgeber entsprechende Theilnahme zy
erwarten. Die allgemeinen Grundsätze über die Freiheit der
Gemeinden sind so ziemlich unbest. irren, und unsere wieder-
crstarkten Regierungen werden schon dafür sorgen, daß sie
nicht durch zu große Freiheit aufhören, dem Organismus
des Ganzen dienend anzugehören. Schwerlich wird aber den
X1Y. Jahrgang. J6 Heft. 42

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer