Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 14 (1850))

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troffene Bereinigung und seine übernommene Verpflichtung
wegen Gestattung des Weges unumwunden anerkannt hat,
vollständig behoben.
Der eventuell deferirte Eid kann aber nicht berück
sichtigt werden, da die Angaben viel zu vage und allgemein
hingestcllt sind.
Endlich hat sich Kläger auch noch auf ein zwischen
ihm und den Verklagten in seiner Wohnung am 14. No-
vember 1846 stattgefundenes Gespräch bezogen, in welchem
letztere anerkannt haben sollen, daß ihnen ein Recht zur
Benutzung des Weges nicht zustehe, allein abgesehen davon,
daß damals die Verjährung schon längst vollendet war,
so läßt sich auch aus den Aussagen der Zeugen, die dabei
zugegen waren, keineSweges ein solches unbedingtes An-
crkenntniß entnehmen.
Kläger hatte das neben dem Glatz'schen Grundstück
belegene Land gekauft und erklärte sich bereit, den Theil
des Weges, der über das Glatz'sche Grundstück führte,
statt dessen auf sein neu erworbenes Land zu übernehmen,
und demzufolge den alten Weg auch auf seinem älteren
Grundstücke zu verlegen, verlangte dafür aber 600 Thlr.,
zu deren Zahlung sich Verklagte aber nicht verstehen
wollten.
Nach der Aussage des Kaufmanns Medetvald hat
Verklagter Merten mit Genehmigung des Horn hierauf
zum Kläger erklärt:
»Dann behalte nur deinen Weg, und fahren
wir lieber die Hauptstraße.»
Der Wirthschaftcr Schul; und der Bauer Martin
Schulze haben nur bekundet, daß Verklagter Merten sich
mit Verlegung des Weges einverstanden erklärt, als aber
demnächst Kläger 600 Thlr. Entschädigung verlangt, Klä
ger diese Forderung zu hoch crachtti, wobei der Wirtb
Kl after Schulz noeb gehört haben will:

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