Full text: Volume (Jg. 14 (1850))

367

ein Schlagbaum, und nachdem dieser später entwendet,
eine Tafel mit der Inschrift, an dem Wege befindlich
gewesen,
»daß letzterer ohne Genehmigung des Eigcnthü-
mers nicht benutzt werden dürfe,"
die Behauptung der Verklagten, daß die Errichtung des
Schlagbaumö sowohl als der Tafel in Folge Vereinigung
sämmtlicher Wegemteressenten erfolgt und nur die Aus-
schließung Dritter bezweckt, wird indeß durch die eidliche
Aussage des Wirthfchafter Schul; bestätigt, auch sind die
Verklagten und deren Vorbesitzer frei, öffentlich und un-
gehindert den Weg gefahren, wie die Zeugen bekundet
haben, indem der Schlagbaum nie verschlossen gewesen
und niemals Erlaubniß des Klägers und feines Vorbe-
sitzcrs zum Befahren des Weges nachgesucht worden ist.
Außerdem hat Kläger zwar noch angegeben:
»daß er und seine Vorbesitzcr innerhalb des Zeit-
raumes von 30 Jahren, vom Jahre 1846 zu-
rückgerechnet, den Verklagten und ihren Vorbe-
sitzern gegenüber öfter behauptet, daß die Denn-
tzung des Weges seinerseits nur aus Gefälligkeit
gestattet werde, sowie, daß Verklagte und deren
Vorbesitzer dem theils ausdrücklich bcigestimmt,
theils nicht widersprochen,«
allein keiner der vernommenen Zeugen mit alleiniger Aus-
nahme des Bauern Kallies hat dies bestätigt; dieser will
war von dem Mitverklagten Merten iin Jahre 1831.
1832 und 1883 die Aeußerung gehört haben:
»Er wisse zwar, daß er den Weg nicht fahren
dürfe.«
Der Zeuge ist indeß Geschwisterkind mit dem Kläger
und wird seine Aussage durch die nachgewiesenc Entste-
hungsart des WcgeS und durch die Aussage der Witnve
Bintc, gegen welche der Borbcsitzer des Klägers die ge-

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer