Full text: Volume (Jg. 14 (1850))

zelheiten verfolgen wollten16). Auf den Begriff des Jagd-
rechts und seiner Ausbildung, worauf es hier zunächst
ankömmt, sind sie ohne Einfluß, ausgenommen etwa, daß
sie die Theilnahme an der Jagd nirgend auf einen be-
stimmten Stand einschränken und also Jedein gestatten,
der als Grundeigenthümer dazu berufen ist.
13. Jagd und Fischerei sind also nur Nutzun-
gen des Grundeigenthums, aber des
ächten.
Aus dem Gesagten geht hinlänglich hervor, daß
nian in der ältesten Periode, bis zu welcher wir die Aus-
übung der Jagd und Fischerei urkundlich verfolgen können,
dieselbe nur als einen Ausfluß des Grundeigcnthums,
so weit sich dasselbe ausgebildet hatte, betrachtete"); daß
man die Nutzungen derselben zwar nach einer gewissen
Dcrgnügenstechnik zu ziehen anfing, daß man sie aber
hinsichtlich des Rechts, woraus sie flössen, nicht von den
übrigen, welche das Grundeigcnthum gewährte, schied.
Ein besonderes Jagd- und Fischereirecht gab es damals
nicht. Eben deshalb werden dann auch in den Urkunden
dainaligcr Zeit unter den Pertincnzien von Landgütern
Jagd und Fischerei niemals besonders genannt; sie ver-
standen sich von selbst^). Dagegen verstand es sich aber
auch eben so sehr von selbst, daß Derjenige, welcher die
Jagd und Fischerei in Anspruch nehmen wollte, das ächte
Eigenthuni des Grundes und Bodens im Möscr'schen

>6) Wir verweise» deshalb auf Anton Geschichte der deutschen
Landwirthschast I. S. 147. und Stieglitz S. 33.
") Anton Gesch. d. Landwirthschast I. S. 148.
w) Strnbcn vindiciae |uris venandi nobilitatis germani-
eae. Hildes. 1793. Cnp. 1. §• 19. bemerkt richtig, daß
man erst unter den Ottoncn an fing Jagd und Fischerei un
ter den Gntövertinciizen besonders auszuführe».

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