Full text: Volume (Jg. 14 (1850))

beträgt ÜOU Lhlr., A. hat 400 Thlr. somit verloren «ick
setze voraus, daß er nicht aus anderm Bermögen befrie-
digt werden kann), obwohl ihin ursprünglich daö Grund-
stück j\$ 2. mit verpfändet war und er also einen solchen
Lerlust gar nicht zu befürchten hatte.
Ist die ursprüngliche Forderung des A. durch die
überwiesenen Kaufgelder getilgt, so hat A. allerdings den
Verlust zri beklagen, allein formell läßt sich nichts dagegen
sagen. Für seine ursprüngliche Forderung hat er eine
gleich hohe bekommen, das mit jener verbundene Pfand,
recht mußte erlöschen sobald sie getilgt war.
Ist aber die ursprüngliche Forderung des Ä. stehen
geblieben und hat er blos eine Anweisung erhalten, so
durfte ihm seine Sicherheit nicht genommen werden, und
ich weis; nicht, wodurch er sein Anrecht auf die Kaufgel-
der für beide Grundstücke verloren hätte. So viel mir
bekannt, ist nirgend gesetzlich bestimmt, daß sich der Gläu-
biger mit der Ainvcisung auf einen Kaufgeldcrrückstand
begnügen müsse*) und eine Wirkung oder Folge der Anwei-
sung kann es nicht sein. Die Perlheidigcr der Tilmann-
schcn Ansicht müssen daher, um konsequent zu sein, dem
A. eine Anweisung auf beide Kaufgclderrückstände ertheilen,
dabei aber auch dafür sorgen, daß er nicht zuviel bekommt
und keine Verwirrung im Hhpothelenbuche entsteht**).
*) Das scheint mir doch eigentlich der Streit zu sein, wenig-
stens vorzüglich. Or. Sommer.
**) So weit mir bekannt, wird in der Praris der Gläubiger
in einem solchen Falle immer nur auf einen seiner For-
derung gleich kommenden Betrag der Kaufgelder angewie-
sen. Die Gesetzgebung muß hier eine andre werden. A.,
welcher hier den Verlust von 400 Dhlrn. leidet, wird obige
formelle Rechtsverletzung doch nur für eine Spitzfindigkeit
der Juristen erklären und mit Recht.
Der §. 135. des amtlichenEntwurfs der neuen Hv
pvthekenordnung:

ff So recht eigentlich nicht.

D. R.

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