Full text: Volume (Jg. 14 (1850))

ad II.. Tilmann meint, >et Subhastat würde nie-
mals auf die.Kaufgelder angeftü^en; doch gibt er zu, daß
der Deptrtirte aussprechen rnjUe, di- Hyperocha mache
diese oder, jene Summe aus und gebühre dem Subhasta-
te». Ich nenne eben dieses "anweisen« und habe in mei-
ner Abhandlung gezeigt, daß auch das Anweisen des
Glättbigers NichkS anderes sei. Es wird Niemand bestrei-
ten, daß auch der Subhastat rivkjichtlich dieser Hyperocha
den -Älüubigern ganz gleich steht, befugt ist, eine Theil-
obligation zu . verlangen, -rmd mit Vorbehalt des Rechts
aus den Wiederverkauf des subhastirten Gegenstandes auch
in das andere Vermögen des Käufers Exekution nachsn-
chen kann,''obgleich im §. 19., und 20. seiner nicht er-
wähnt ist. DaS Gesetz, ist einmal schlecht redigirt, die
Interpretation, muß gut machen , was die Redaktion ge-
fehlt, hat. —
Aus im Worte Pertheikung folgt allerdings nicht
im Allgemeinen.feie Nvthwendigkeit eines EigenthumS-
übergangs; ich habe in meiner Abhandlung das auch
nicht behauptet. Ich habe gesagt, die Bertheilung gehe
erst dadurch vor sich, daß Jedem das wirklich zugetheilt,
hin gegeben werde, was er erhalten solle. Wenn ich daher
auch Sachen vertheilen kann, welche ich andern nur lei-

Gläubiger durch die ihm ercheilte Ermächtigung zur Ein-
klagung, Einziehung einer Aktivforderung das Vorzugsrecht
fünfter Klaffe. Würde nun über das Vermögen des Sub<
haßaten später der Konkurs eröffnet, so wären diese Kaus-
gelder ein Aktivum der Maffe; der angewiesene Gläubiger
käme erst zur Hebung, nachdem die Gläubiger der vierten
Klaffe befriedigt 'worden- also- möglicherweise gar nicht.
Durch die Eintragrmg der Anweisung in'S Hypothekenbuch
bekommt der Gläubiger ein besseres Vorzugsrecht nicht, er
erhält an der angewiesenen Forderung kein Pfandrecht, die
Eintragung schützt nur seine, »Rechte aus der Anweisung.
Andere mögen allerdings auch hier anderer Meinung sein.

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer