Full text: Volume (Jg. 14 (1850))

in drei Classe«:, in Real-, Eonsensttal- und literal-Ver-
trüge. Die ersten, wenige an der Zahl, scheiden zunächst
anS. Auf Mn übrigen Vertrags-Gebiete ist bis zu 50
Thlr. der Kloße Consens hinreichend, weiterhin wird die
Schrift erforderlich. Specielle Ausnahmen hier und dort
sowie andertveitig speciell vorgeschriebene Formen bedürfen
bei dieser Allgemeinen Uebersicht keiner Erwähnung.
Waü die Neben - Abreden anbelangt., so sind diese,
wo der Hauptvertrag an eine vermittelnde Form gebun-
den ist, derselben, ebenfalls unterworfen.
A. 8, N.. l, 5. 128.
Der §. 720. Thl. jl Tit. 11. erinnert übrigens an
die Bestimmung des Röntischen Rechts, wonach erwei-
ternde Verträge bei dem comraetus siricti juris, namcnt
lich dem mutuum, durch Stipulation bekräftigt werden
mußten. Die Nichtanwendung der vorgeschriebenen Form,
also der Mangel der causa civilis, hat auch nach Preu-
ßischem Recht den Mangel der Klage,
lA. S. R I, 5. 155.)
weiterhin aber auch ei« ..jus poenitendi bei bloß einseitiger
Erfüllung zur. Folge, welches dem Empfänger unbedingt
(§. 156 ff. a. a. O.), dem Geber wenigstens bei bloß
theilweiser Erfüllung zusteht, während nach Römischem
Recht nur der Hingebende vor geleisteter Erfüllung Sei-
tens des Anderen ein Reurecht ausüben konnte.
Durch eine schriftliche Bescheinigung über die Sei-
tens des Anderen geschehene Leistung und ein Bekenntniß
zu der übernommenen Gegenleistung wird übrigens das
Reurecht ausgeschlossen und die causa civilis vollständig
hxrgestellt:
Bergt, das Arnsberger Archiv B. !). S. 614 ff.
Bezieht sich aber ein solches Bekenntniß auf einen
bereits früher nur mündlich abgeschlossenen Vertrag, so
gilt wohl dasselbe, wenn auch die von der andern Seite

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