Full text: Volume (Jg. 14 (1850))

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I. 11. §. 75Ü."JV? 4*' (vergliche« ntit N. 1. u. 2.)
>. 11. 866 u. f.
hervorgeht. Was aber die Entbehrlichkeit-dÄ' s. g. causa
civilis anbelangt, so ist hier ein bedeutendst-Rückschritt zu
den Grundsätzen des Römischen-Rechts ersichtlich, indem
jene Regel von der Klagbarkeit aller Verträge auch ohne
formelle Vermittelung im Allgemeinen nur bis zu Ver«
tragsobjecten von 50 Thlrn. adoptirt worden ist.
A. L. R. I. 5. 131 ff.
Darüber hinaus ist eine causa civilis durch Anwen-
dung der schriftlichen Form erforderlich, und nur die be-
nannten Verträge des Römischen Rechts, von welchem eS
heißt, .,rc contrahitur.“ sind von dieser Form entbunden 2l).
Sie haben schon durch die Hingabe causa civilis,
während diese sonst bei Objecten über 50 Thlr. durch
Schrift vermittelt werden muß, ähnlich, wie sie im Rö-
mischen Recht überall durch Stipulation vermittelt werden
kountc. Die unbenannten Real-Contracte: 6o vcl fafciö
ut des und do vel facio ut facias sind übrigens, obgleich
§; 877. Thl. I. Tit. 11. auf den ersten Blick dafür zu
sprechen scheint, ebensowenig als selbst die Römischen Con-
sensual-Verträge im Preußischen Recht von jener Form
entbunden, ja bei der Societät ist dieselbe sogar ohne
Rücksicht auf die Höhe des Objects bei Strafe der Nich-
tigkeit vorgeschrieben:
A. t R. I. 17. §. 170.
Im Allgemeinen sondern sich hiernach die Verträge
des Preußischen Rechts, was die Klagbarkeit anbelangt,
21) A. r. R. I, 11. 8 727. I, 14, §. 10. I, 5. § 144 f.
I. 20 § 04. Bedenklich ist freilich die Sache beim Com-
modat, da I. 21 Z 233 kein sicheres argumentum e con-
trario darbietet. Es kommt uns aber hier nicht darauf ans
dieses Bedenken zu erledigen, da wir das Vertragsrecht für
jehl nur maiscnweise zu betrachten habe».

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