Full text: Volume (Jg. 14 (1850))

iung zu einem solchen geltend zu machen, und der Kläger
darf sich mithin der Darlegung des ursprünglichen Ge-
schäfte, ( unb eventuell des arider wolkigen Beiveises) keines
wegeS überhoben glanbeir.
Hat sich aber bei Abgabe eines Anerkenntnisses der
vorbezeichneten Art der Erklärende auch zur Erfüllung
noch besonders verbindlich gemacht, so ist ein solcher Act
als ein selbstständiges Klagesimdament geltend z>i machen.
Denn alsdann ist ein eigentliches Constitutum vorhan-
den, welches den Kläger der Darlegung imd des Erwei-
ses des früheren Geschäfts überhebt. 'Jiur muß, wenn die
Klage von endlichem Erfolg sein soll, die Schuld be-
reits zur Zeit der wiederholten Berbindlichmachung eine
gültig gewesen sein:
I.. 1. §. Ö. 7. 8. I.. 11 pr. L. 18. §. 1. F). de
consi. i>oc. (13, .'»'s. Pcrgl. Glück Paitd. B. 13.
S. 375 ff.
Denn wenn das frühere Geschäft erst der Heilung
durch Ratihabitio» bedarf, so ist das Eonstitut, welches
sonst als selbstständiger Rechtsgrund dienen könnte, mit
voller Aussicht auf endlichen Erfolg nur als Ratihabitio»
geltend zn machen und cs ist daher hier sicherer, die
Klage zunächst auf jenes ursprüngliche Geschäft zu stützen.
Wo aber die constitnirts causa nach Röm. Recht
auch nur die Gültigkeit einer olligaiio naiuralis hatte, da
ist das Eonstitlitnnl an und für sich nicht bloß zur einst-
weiligen Substantiirung, sondern auch zur endlichen Durch-
führung schon dann genügend, wenn auch in demselben
die frühere Berbindlicbkeit nur insoweit m Bezug genom-
men ist, daß über den Schnldgrund, welcher gemeint sein
solle, nicht füglich ein Zweifel unter den Contrahente» be
standen haben konnte:
: F,. 24. I). de const. pec. (13, 5.)
Titius Seio epistolam omisit in haec verba: Re-
MV. ^.lbraana. .'j- peft. 29

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