Full text: Volume (Jg. 14 (1850))

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Kontrakten oder sonstigen speziellen RcchtStiteln auf dem
snbhastirten Grundstücke eingetragen sind. 2) Dagegen
sind diese letzteren Lasten keinesweges gleich den ersteren
von der Einlassung in den, über daö Vermögen oder den
Nachlaß des Besitzers eines zu subhastircnden Grundstücks
eröffneten Konkurs oder crbschaftlichen Liquidationsprozeß
befreit; vielmehr muß aucki das Recht auf solche Lasten
selbst, nicht blos der Betrag der noch rückständigen und
laufenden Prästationcn, im Konkurse oder crbschaftlichen
Liquikationsprozcsse liqnidirt werden, und unterliegt der
Präklusion in allen den Fallen, wo nicht die Vorschrift des
rs. 21. der Verordnung über den Tubhastatious- und
Kanfgelder-Liquirationoprozeß vom 4. Mär; 18;?-4 und der
Verordnung vom 28. Dezember 184u Anwendung finden.
Zuvorderst machen wir ans einen oben von uns berichtig-
ten Druckfehler aufmcrlsam, >vo §. 48. und 4!). verkehrt
gesetzt waren. Dann bemerken wir, daß cs ad 1. ciniger-
,näßen schwer sckwint, den Kern der Frage zn diviniren.
Mau lurrte behauptet, da die Abgabebereebtigren selbst zu
den Gläubigern gehören, welche beun nethwendigen Ver-
kaufe als die Verläufer erscheinen, so müssen sie jene Ab-
gaben vertreten, der Käufer tonne verlangen, von allen
Ansprüchen rer verkaufenden Gläubiger befreit zu werden.
Leicht war eine solche Ansicht zu widerlegen durch die Be-
merkung, daß der einzelne Rcalberechtigte, der nicht selbst
den öffentlichen Verlauf extrahirt hat, keincswcges zum
Arjudicaiar ins Verpälmiß eines Verkäufers zum Käufer
tritt. Dann aber war and» ein wesentlicher Unterschied
zwischen fortwährenden, wenn schon auf speciellcn Ti-
teln beruhenden, Real lasten und solchen Forderungen
und Ansprüchen, die von Hanse aus auf dereinstige Aus-
zahlung und Tilgung gerichtet sind, und für welche das
Grundstück nur als Pfand. hastet, nicht zu verkennen.
Die 2te Entscheidung, au sich unbedenklich richtig, hat seit

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