Volltext: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 14 (1850))

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rien, daß die fragliche Fischerei schon 1688 ausschließlich
dein Fiskus gehört habe, deurr dann hätte er sie auch so
übertragen können, dies ist aber nicht versucht und liegen
hierfür um so weniger Momente vor, als es eben über-
haupt zweifelhaft ist, welches die verliehene Fischerei war,
und man eher annehmen kann, daß die jetzt noch hier
streitige nicht mit 51t der Fischerei des Hauses konnte ge-
rechnet werden. Steht es somit unter Parteien fest, daß
Kläger ihr in ihrer Qualität als Rngränzer zu vermn
thenres Fischereirecht nicht verloren haben, so konnten
Verklagte ihnen allerdings dasselbe, einem Jeden aus sei-
nem angränzcnden Rinde nicht untersagen; and; lag es
ihnen alsdann, wenn sie ein Milfischereirecht, den recht-
lich als alleinige Eigenthümer voranszusetzenden Klägern
gegenüber beanspruchen, ob, dessen Erwerb nachzuweisen;
dieses haben sie aber unterlassen, sie haben es nicht ver-
sucht, den bei der Dunkelheit und Zweifelhaftigkeit der
Erwerbsdoknmente refp. der vertragsmäßigen Erwerbung
erforderlichen Beweis für den Verjährungsbesitz beizn-
bringen; sie können sornit in diesem Prozesse nicht weiter
als berechtigt angesehen Werren, als sie als Angränzer der
Ruhr ebenfalls legitimirt sind. Mit Recht nahm also
auch der erste Richter an, daß es den Klägern freistehen
müsse, den Verklagten gegenüber unter einander ans ihren
angränzcnden Ländern zu fischen; denn Verklagte hatten
nur als Mitf i scher ei berechtigte, also als Miteigen
thümer u‘l quasi das Fischen der Richtberechtigten unter-
sagen resp. verlangen können, daß die wirklich Mitberech-
tigten einzelnen Rrjaecnten eilt Feder für sein Rind nach
den (.Grundsätzen der Benutzung gemeinschaftlichen Eigen
thnms diese Benutzung unter ihrer Zuziehung rcgulirten
resp. nicht Zedermann das Mitfischcn versrattetcn. Za es
hatte sogar rer erste Stichler füglich omd> hinsichtlich der
^treckeit, welche Keinem der Kläger gehören, an denen

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