Full text: Volume (Jg. 14 (1850))

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da dieser ein Acessorium von jener ist, nicht aber umge-
kehrt. Das pignvs mag sich verändern auf natürlichem
oder juristischem Wege, wie man immer will, die daneben
stehende Darlehnsobligation kann stets unverändert dabei
gedacht werden. Sie hört rechtlich und faktisch der Regel
nach nicht eher auf, 'bis die geliehene Summe in dersel-
ben Qualität und Quantität wieder in den Händen des
Gläubigers ist. Ich finde nirgend eine Nothwendigkeit,
im Fragefalle von diesen Sätzen eine Ausnahme zu ma-
chen und aus dem Grunde, weil die Hypothek sich aus
einer Sache in eine Forderung verwandelt hat, die odli-
gatio ex mutuo in dieser Forderung aufgehen zu lassen.
Für den Zweck der Subhastation genügt es vollkommen,
wenn die auf subhastirten fundis haftenden Hypotheken,
als solche, zur Löschung gebracht werden, wenn das Real-
recht aufhört, und das geht, ohne daß die Personalfor-
derung darunter zu leiden braucht. Doch ich lasse mich
zu weit führen. Aus dem Gesagten geht wohl hervor,
daß, wenn §. 19. des Gesetzes vom 4. März 18.34 wirk-
lich dies bestimmt, was Scheele darin festgesetzt glaubt,
dies eine Bcstiinmung wäre, wofür sich weder ein Prin-
zip der Nothwendigkeit noch der Zweckmäßigkeit aufsinden
läßt. Das genügt vorläufig. Es ist an der Zeit, jetzt
zur nähern Betrachtung des gegebenen Gesetzes zurückzn-
kehren.
II. Scheele hält dafür, daß mit der Bezeichnung
„anweisen" das Gesetz keinen technischen Ausdruck
für ein bestimmtes Rechtsgeschäft habe geben wollen.
Anwciscn bedeute nur die äußere Handlung, wodurch etwa
bei einer Besitzübcrtragnng eine Sache einer Person zuge-
wiesen, zur Besitzergreifung bereit gestellt werde. Er fol-
gert das aus zwei Gründen.
1. Auch der Subhastat werde zum Kaufgeldcrbele-
gungStermine geladen nnd im Falle von einem

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