Full text: Volume (Jg. 14 (1850))

gezahlt worden; oh in diesem Falle aber nur die cinge-
zahlten Hausgelder vertheilt wurden; oder auch die noch
rückständigen Hausgelder, läßt sich aus den Bestimmungen
des Titels öl der Allg. ßi '0. nicht ersehen. ,3» einem
Falle aber mußte die Bertheilung her Hausgelder, sie
mochten eingczahtt sein, oder nicht, geschehen, im Falle des
Concurses. Die Bertheilung der Hauptimmobiliarmasse
erfolgt nach Allg. G.-O. ,1. 50. is. 509. sobald das
Adjudicalionserkeuntniß der zur Masse gehörigen Grund-
stücke publieirt ist, wenn auch gleich die Kaufgclder noch
nicht eingczahtt sind, sondern zum Theil noch hinter dem
Däuser sich befinde». Ueber die Ausführung W Berthe i-
lung nun bestimmen:
tz. 513. Bei der Bertheilung selbst ist die Ordnung der
Priorität genau zu beachten, also, daß ein Gläu-
biger nicht eher etwas erhalten kann, als bis der
ihm vorstehende seine völlige Befriedigung nach
§• öl'J- liir. a. b. c. empfangen hat.
$■. •< 14. Nach eben vieser Ordnung tverden die zuerst
stchcndeu Gläubiger auf die im gerichtlichen
Deposito vorhandenen baarcn Gelder, die folgen-
den ans die hinter deiil Käufer noch befindlichen
Kaufgelderrermine und die übrigen auf die etwa
noch ansstehenden anderweitigen zur Immobiliar-
> maffe gehörenden Activreste angewiesen.
§. bl 5. Sind dergleichen Activreste vorhanden, die ent-
lveder noch nicht liquidirt sind, oder wo eö zwei-
felhaft ist, ob sie von den Schuldnern desselben
beigetrieben werden können, so hängt es von den
eingetragenen Gläubigern, tvelchc darauf anzuwei-
sen sein würden, ab, in wiefern sie diese Anwei-
sung an Zahlungsstatt annehmen oder dergleichen
illiquide oder zweifelhafte Reste der Gemeinmasse
überlassen und dagegen ihre Befriedigung bei

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